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Krank

Es gibt immer wieder Tage, an denen es einem nicht gut geht. Wir mögen diese Tage nicht. Keiner mag sie. Aber nur durch solche, lernen wir die Guten zu schätzen.

Mich erwischte die Grippe, oder wie der Arzt sagt: Sommergrippe. Ich weiß, warum ich seit knapp 3 Jahren nicht mehr beim Arzt war. Zum Glück war ich in dieser Zeit nicht ernsthaft erkältet. Wie dem auch sei, seit meinen Umzügen war ich hier in der Hauptstadt bei keinem Doktor in der Nähe mehr gewesen, musste mir also einen neuen suchen. Gesagt, getan. Aber zum ersten Streich. Anstehen, da die Warteschlange bis nach draußen reichte und dann nach einer halben Stunde gesagt bekommen, dass man am Ende eines Quartals keine neuen kranken aufnehmen könnte.

Ärzte können Hilfe verweigern?

Es war mir schon bekannt, doch hatte ich nicht daran gedacht. Hat wohl irgendwas mit der Kasse zu tun. Scheiße ist es, nicht privat versichert zu sein. Zumindest manchmal. Oder oft. Egal. Ab zum nächsten Arzt: Gleiches Spiel. Der Dritte im Bunde hatte andere Öffnungszeiten als im Internet und überhaupt nicht geöffnet. Da viel mir ein, dass ich vor knapp 4 Jahren einmal flach lag und eine Krankschreibung benötigte. War zwar ein bisschen entfernt, aber noch machbar.

Geschafft

Ab und hin. Übrigens gut zu wissen, dass dieser Arzt den Datenschutz wohl groß schreibt, er hatte mich nicht mehr in der Datenbank. Glücklicherweise hatte er gerade erst aufgemacht und ich war einer der wenigen, die da waren. Kein Wunder, hier am Arsch der Welt. Als Fünfter kam ich an, als gefühlt der Millionste kam ich nach über 2 Stunden dran.

Habe ich erwähnt, dass mir eh schon heiß kalt war und die Sonne, die in diese, sich wie eine Sauna aufladende, Praxis nicht einmal einen Wasserspender hatte? Vielleicht kam es auch nur mir so vor, möglich. Bin eben aus dem Osten zu viel Luxus gewöhnt.

Die Arzthelferin bot mir übrigens an, meinen Impfpass die Tage rumzubringen. Gibt mit etwas Pech wieder gratis Impfungen abzustauben. Darf ich also wieder Stunden dort sitzen, wunderbar. Aber vorher muss ich gesund werden, sonst bringt das nichts.

Ach ja, ich habe extra gefragt: Mit dem DDR-Gesundheitsbuch kommen die noch klar. Dann lass ich mich mal überraschen. Der Letzte, der es sehen wollte, schaute doch etwas verzweifelt drein 😀

Oh, wie nett das ihr fragt. Momentan bin ich krank. Mal wieder, noch immer. Seht es wie ihr wollt. Darum Merke: Eine Krankheit – und sei sie noch so klein – immer auskurieren. Bis zum Schluss.

Aber wer findet schon Ruhe in der heutigen Zeit. Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit. Und dann immer wieder Familienfeiern. Ja, im Frühjahr und im Sommer und im Winter treten diese vermehrt auf. Aber das ist OK.

In den verbleibenden freien Minuten kann man schließlich auch etwas machen. Bloggen zum Beispiel. Oder Bewerbungen schreiben, sich mit seinem neuem Stromanbieter rumschlagen und vieles mehr.

Das mit dem Bloggen läuft ganz gut. Könnt ihr hier schließlich sehen. Die Sache mit den Bewerbungen läuft eher schleppend. Ich bin noch immer der Meinung, dass es keinen Fachkräftemangel gibt. Vielleicht in kleinen Bereichen. Aber im Großen und Ganzen ist er erstunken und erlogen. Nur damit Löhne gedrückt werden können. Natürlich kommt der Eindruck auf, wenn man für jeden Schuhputzjob einen Studierten einstellt. Wenn man selbst einfachste Tätigkeiten Fachkräften zuspricht, dann fehlt es von denen natürlich an allen Ecken und Enden.Ich nehme das jetzt nicht als Ausrede, dass ich selbst keinen besseren Job finde. Im Gegenteil, ich kann es verstehen, wenn man mich nicht nimmt. Wenn sich wer Besseres bewirbt, darauf hat man keinen Einfluss. Eventuell wurde auch Vitamin B genutzt, darum ist eine Stelle nicht mehr frei. Ich weiß es nicht, es ist nicht nachvollziehbar. Was mich aber stört, sind Stellenausschreibungen. Nicht alle. Aber man sieht darin die Vorstellungen von den Unternehmen. Was man alles können soll, gemacht haben et cetera. Manchmal frage ich mich: Leben die in einer Traumwelt? Oder bewirbt sich dann wirklich ein BWL-Student als normaler kaufmännischer Assistent? Oder als Sekretär? Dann hätte er sich Studium auch sparen können. Abitur auch. Eine normale Ausbildung hätte es auch getan, er hätte Zeit gespart und schon früher was für die Wirtschaft gemacht. Oder was braucht man in dieser Branche, dass man studiert haben muss? Lassen wir uns überraschen. Es gibt ja noch Firmen, die mit dem Verstand in der Gegenwart leben.

Strom. Ich hatte mich ja für enQu entschieden. Also, als neuen Stromanbieter. Nun haben die nur einen Monat gebraucht, um zu begreifen, dass ich neu eingezogen bin. Bis dato scheinen sie gedacht zu haben, dass ich meinen Anbieter einfach nur wechseln wollte. Tja, schlechtes Bestellformular. Aber mit etwas Glück schaffen die es nun auch einmal zu berechnen. Immer optimistisch bleiben.

Und sonst so? Nun, heute kommt die Plattfußreihe auf Kabel 1. Schon einmal ein guter Anfang. Die habe ich übrigens noch nicht in meiner Sammlung. Falls jemand ein Geschenk für mich sucht, so wäre dies eine Idee. Kann man sich schön entspannen, etwas siedeln und Tee trinken. Viel Tee trinken.

Wobei wir dann schon wieder am Anfang wären. Wer krank ist, sollte viel Trinken. Am besten Tee. Und sich ausruhen. Idealerweise von seiner Frau gepflegt.